CHU Lüneburg 2013

Für das CHU Lüneburg hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen: wir wollten Geschwisterpower zeigen und als reines Deppe Team starten – quasi eine Weltpremiere 😀

Das Vorbereitung alles ist, durften wir am Freitagabend feststellen, als wir fast eine Stunde später loskamen als geplant, da ein Teammitglied sich nicht die Mühe gemacht hatte, seine Sachen vorher zusammenzusuchen und sie teilweise nicht auffindbar waren. Dank „Deutschland ohne Tempolimit“ holten wir die Zeit zum Glück wieder raus und kamen so halbwegs pünktlich in der Turnhalle an, wo schon unser Schlabuauto auf uns wartete. Nachdem es sich mehr und mehr füllte (und wir uns ebenfalls), gingen wir die kurze Strecke zur Reitanlage, um dort als „Texas Lightning“ bei dem „Lünevision Song Contest“ unseren großen Auftritt zu haben. Mit unserer 7 köpfigen Band machten wir dem Namen Partyborn wieder alle Ehre und feierten ausgelassen bis tief in die Nacht hinein. Der oder die ein oder andere fand auch zwischenzeitlich noch einen Groupie zum rumknutschen.

Am nächsten Morgen hatten wir Losglück und durften uns erst mal ganz in Ruhe sammeln, bevor wir in der zweiten Abteilung als dritte Reiter auf die Pferde mussten. Die Pferde wurden entsprechend ihrer Größe auf uns verteilt: Felicia kam als kleinste Reiterin von uns auf das Pony, Thiemo nahm das große Voltipferd und Gereon den mittelgroßen noch jüngeren Wallach „Hero“ von Helena. Geritten wurde nach Volti-Art in der Größe absteigend und das hat sich wohl, zusammen mit dem sonstigen Eindruck ausgezahlt, da wir mit 7,4 die höchste Mannschaftsnote erritten. Thiemo und Gereon schafften es dann sogar, in die nächste Runde zu kommen, für Felicia war trotz guter Runde die reiterliche Aktivität für den Tag mit kleiner Differenz vorbei. Für Gereon ging es dann auch direkt weiter, denn er musste als erster in der L Dressur ran. Das Pferdchen dort war jedoch noch etwas aufgeregt und so gab es einige Fehler in der Aufgabe, sodass es für ihn das Aus bedeutete. Thiemo ging als letzter Starter ins Feld und zeigte eine fehlerfreie Runde, jedoch war das Pferd schon etwas müde und brauchte Unterstützung beim Tragen des Kopfes. Das war nicht im Sinne der Richter und so war auch für ihn hier Schluss. Das Finale wurde, wie angekündigt, um eine Kür Aufgabe ergänzt und so mussten die Finalteilnehmer in Windeseile sich noch eine freie Performance inklusive Musik ausdenken. Zwischen den Aufgaben gab es dann auch das Finalknutschen, wobei wieder einmal festgestellt werden musste, dass es eine Neuauflage von „Besser Studentenreiten! Von Studentenreitern – für Studentenreiter!“ geben muss, in der Kategorie „Finalknutschen“. Nach dem Finale ging es dann bei schönstem Wetter zum Rahmenprogramm an das Elbufer, bei dem „Brennball“ mit Fako-Flaschen gespielt wurde. Komischerweise waren einige unserer Punkte immer verschwunden, wenn Personen der anderen Mannschaft bei den Schiedsrichter waren und so gewann angeblich die andere Mannschaft, ich behaupte aber, es war Spielbetrug! 😉 Malte aus Oldenburg, Ina aus Osna und Britta Knaup brauchten nach dem Spiel scheinbar eine Abkühlung und badeten erst mal in der Elbe an. Anschließend chillten wir noch ein wenig am Deich bevor es dann zum Abendessen gegrilltes gab!

Nach einer kurzen Erholung in der Turnhalle stach Partyborn dann noch ein 5l Fässchen feinstes Detmolder Pilsener an und schnell wurde unsere Ecke zum Treffpunkt 😀

Etwas später marschierten wir dann wieder zur Reitanlage, um dort noch einmal kräftig zu feiern. Immo bewies, dass wenn es mit dem Tierarzt nichts wird, er auch noch in anderen Branchen, in denen er die Frauen mit seinem Körper verzückt, tätig werden kann, sehr zur Freude von Helle 😉

Zum Schluss der Party dachten dann Gereon, Tara, Patricia und Annchristin, dass sie wie bei dem Eintreffabend als letzte die Party verlassen hätten. Da hatten sie aber die Rechnung ohne Malte Bauer gemacht, der sich direkt nebenan in der Meldestelle unbemerkt einen Schlafplatz gesucht hatte und mit seinem Schnarchen Ellen erschreckte. Die Lünis schafften es dann irgendwie ihn zur Turnhalle zu bringen und baten uns letzte Leute bei dem Transport in die Turnhalle zu helfen, während Maltes wichtigste Frage dabei immer war, ob er jetzt den Survival Cup gewonnen hätte 😀

Vorher hatte es wohl noch richtigen Lakensport in der Turnhalle zu sehen gegeben, der von der Tribüne standesgemäß angefeuert wurde.

Nach einer kurzen Nacht wurden am nächsten Morgen schnell die Sachen zusammengepackt und ins Auto gequetscht, bevor es zum Frühstück ging. Nachdem wir erst ein Los in der ersten Abteilung gezogen hatten, mussten wir aus Gründen, die ich an dem Morgen noch nicht ganz nachvollziehen konnte, unser Los tauschen und ritten dann doch erst in der zweiten Abteilung. Thiemo musste als erster aufs Pferd und zeigte trotz längerer Springpause eine solide Runde. Gereon konnte erst noch den ersten Reiter auf seinem Pferd anschauen, jedoch war das Pferd etwas empfindlich am Bein und bockte die Reiterin nach dem Probesprung runter. Etwas unglücklich gefallen, verzichtete sie auf den Parcours und so blieb ein etwas mulmiges Gefühl bei Gereon. Im Parcours konnte er jedoch weiteres buckeln verhindern und legte eine ganz vernünftige Runde hin. Leider mussten beide Paderborner gegen gestandene Springreiter antreten und flogen so in der ersten Runde raus. Bei Felicia zahlte sich das intensive Springtraining mit ihrem Freund Torben aus und sie konnte als dritte Reiterin auf ihrem Pferd punkten und kam in die nächste Runde. Das Pferd dort war etwas speziell zu reiten, doch konnte sie es noch am besten managen und stach die anderen Reiter wieder aus und zog ins Halbfinale ein. Dort konnte sie mit Bockelchen von Julia aus Hamburg wieder eine gute Runde zeigen, letztlich reichte es jedoch nicht ganz für das Finale. Dort ritt Inga aus Osna gegen Frieda aus Münster, letztere hatte jedoch bereits bei einem der ersten Sprünge Strafpunkte und brauchte nicht mehr gegen die fehlerfreie Inga weiterzureiten.

In der Siegerehrung wurde Thiemo XX. und Gereon 8. In der Dressur. Felicia sicherte sich den 3. Platz im Springen und den 2. Platz in der kombinierten Wertung. Bei der Mannschaftsplatzierung wurden wir dann immer gespannter, da wir wieder und wieder nicht aufgerufen wurden und somit besser und besser wurden. Am Ende war die Freude dann riesig, als uns mitgeteilt wurde, dass wir die Mannschaftswertung gewonnen hatten – damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet!

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch mal ganz herzlich für dieses grandiose Turnier, das mit seinen eskalativen Partys, den spitzen Pferden und dem tollen Ambiente des Deichhofs definitiv die weite Anreise wert ist!

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!!

 

Oooooohhhhhhhhhh Lü-ne-burg!!!

 

Felicia, Thiemo und Gereon

mit Springcoach Torben

und den Schlabus Jill, Franca und Katharina