CHU Vechta 2009

Am Freitagabend machten sich Gereon und Krissi auf die Reise zu den Festspielen in Vechta, wo sie auch ihr drittes Teammitglied, Berit Schierholz, kennen lernen sollten. Das Mädelsauto aus Hamburg traf nicht anders zu erwarten mit einiger Verspätung ein, ganz zu schweigen von dem zweiten, welches sich trotz Navi verfahren hatte und noch weiter auf sich warten ließ. An der Turnhalle angekommen mussten wir feststellen, dass dort noch trainiert wurde und so entschlossen wir uns gemeinsam mit den Münsteranern erst noch eine kleine Stärkung bei Mc Donald’s zu uns zu nehmen. Dort schien sich das gesamte Vechtaraner Nachtleben abzuspielen und dementsprechend schwierig gestaltete sich die Sitzplatzsuche. Nachdem wir dann für den kommenden Abend gut gesättigt waren, schauten wir noch mal bei der Turnhalle vorbei und konnten unsere das Wochenende über sicher wenig genutzten Schlafgelegenheiten einrichten. Nach und nach trafen auch die anderen ein und wir verwandelten uns gemeinsam mit unserer Ersatzreiterin aus Hamburg so gut es ging in verschiedene Rollen von Heath Ledger und ließen ihn gemäß des Motto des CHUs „Vechta rollt den roten Teppich aus“ wieder auferstehen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Anlage, um dort die Nacht der Filmstars zu feiern, bevor wir uns am nächsten Morgen in ordentliche Reiter zurückverwandelten.

Der nächste Tag begann früh und der Hunger trieb uns schnell zum Frühstück auf die Reitanlage. Das Los entschied, dass wir relativ weit vorne starten mussten. Bei der Pferdevorstellung stach ein Pferd durch besonders geringe Gehfreudigkeit heraus, an dem sich Gereon in der Prüfung versuchen wollte, sich jedoch nicht gegenüber den anderen Reitern behaupten konnte. So erging es auch leider dem Rest der Mannschaft, die sich aber recht gut schlug und auch mit der Mannschaftsnote sehr zufrieden sein konnte. So war der reiterliche Teil des ersten Tages ziemlich schnell abgeschlossen und wir schauten uns noch den Rest der A Dressur an, um dann gegen Mittag ein bisschen Süppchen zu schlürfen. Gegen Nachmittag entschlossen wir uns gemeinsam mit einigen anderen Reitgruppen in das örtliche Schwimmbad zu gehen, um dort ein wenig zu relaxen und ausgiebig zu duschen. So machten wir uns auf, das kleine, aber immerhin ein Wellenschwimmbad zu besuchen. Später entdeckten wir dort auch ein Becken, in dem es sich aufgrund der etwas höheren Wassertemperatur gut aushielten ließ. Dann brachen wir wieder zur Turnhalle auf, um uns noch ein bisschen auszuruhen. Nach dem Essen glühten wir schon mal in entspannter Runde ein wenig in der Turnhalle vor. Danach ging es dann zur Party in eine in der Nähe gelegenen Gaststätte, mit reichlich Platz zum tanzen. Immerhin ein Paderborner Reitgruppenmitglied zeigte besondere Ausdauer und blieb bis zum Ende der Party J

Nach einer weiteren relativ kurzen Nacht hieß es am Sonntag sich auf das bevorstehende Springen schon mal mental einzustellen. Dies gelingt am besten mit einem guten Frühstück. Beim Losen mussten wir dann feststellen, dass wir gegen die Springmannschaft aus Hannover antreten mussten. Als Erste musste Berit ihr Können unter Beweis stellen und tat dies auch mit einer sehr guten Runde. Nun musste Krissi an den Start und sicherte sich gerechtfertigter Weise das Ticket zur nächsten Runde. Anschließend war Gereon an der Reihe, aber letztendlich musste er sich dem Springreiter aus Hannover knapp geschlagen geben. Berit konnte unterdessen aufatmen, denn sie hatte sich ebenfalls für die L Runde qualifiziert. So ging es schnell zum Mittagessen und danach wieder gleich aufs Pferd.

Krissi musste vor Berit starten, war aber dennoch Dritte Reiterin auf dem Pferd. Dieses zeigte sich schon bei den Reitern vor ihr als ziemlich nervös und heiß, schien sich jedoch zu Beginn unter Krissi  etwas beruhigt zu haben. Der Parcours klappte soweit auch ganz gut, bis zum letzten Sprung, der Aussprung einer Kombination, bei dem das Pferd nicht mehr absprang und quasi durch den Sprung galoppierte. Dabei strauchelte es über die Stangen und ging samt Reiterin zu Boden.  Dabei fügte sich Krissi eine Platzwunde im Mund zu, die nicht aufhören wollte zu bluten. Der Arzt meinte zwar, es sei nicht so schlimm und ein Krankenwagen nicht von Nöten, jedoch musste die Wunde nachts dann doch noch im Krankenhaus von einem Kieferchirurgen genäht werden. Während sich Gereon und Annika und Julia aus Hamburg um die verletzte Reiterin kümmerten, meisterte Berit auch die erste L Runde souverän und musste sich auf den Start in der zweiten L Runde vorbereiten.  Unterdessen musste ein Vechteraner seine Wettschulden bei Krissi begleichen, hatte sie die Distanz doch in vier Galoppsprüngen geschafft statt der fünf vorgesehenen ;). So gab es auf den Schock und die Schmerztabletten erst Mal noch einen Klopfer zur weiteren Beruhigung. Leider verpassten wir Berits Ritt ins Finale.  Dort musste sie zunächst vorlegen und als Erste den Parcours überwinden. Dies gelang ihr auch fehlerfrei und so blieb abzuwarten, ob ihr Konkurrent Marcel Neugebauer aus Münster den Parcours in einer schnelleren Zeit absolvieren konnte oder nicht. Doch vorher stand noch das Finalknutschen an, welches Berit als Küken erst noch kurz erklärt werden musste. Mit sichtlich Spaß bei der Sache, jedoch ein wenig enttäuscht über die Zurückhaltung bei ihrem Partner durften die beiden Finalteilnehmer über den „Roten Teppich“ rollen, der passend zum Thema des CHUs ausgerollt wurde. Danach hieß es noch einmal zittern, war doch noch alles offen. Nach ca. der Hälfte des Parcours fiel jedoch eine Stange und so brach Marcel den Parcours ab, hatte dies doch schon zu einer Entscheidung geführt, da sich nun Berit bei ihrem ersten Studententurnier über den Sieg im Springfinale freuen konnte. Gratulation!

Im Anschluss fand die Siegerehrung draußen auf einer Wiese statt, bei der Kristin den 15. Platz sowohl im Springen als auch in der Kombi belegte, Berit sich über ihren Sieg und zusätzliche den fünften Platz in der Kombi freuen durfte und die Mannschaft insgesamt auf dem vierten Platz von insgesamt 15 Mannschaften landete.

Anschließend verabschiedeten wir uns von den anderen und machten uns wieder auf den Heimweg.

 

Kristin (Krissi), Berit und Gereon