CHU Vechta 2011

Am Freitagabend packten wir alle unsere 7 Sachen (OK, vielleicht auch ein bisschen mehr), stopften sie in Gereons Golf und düsten Richtung Vechta. Das Navigationsgerät sorgte auf den letzten Kilometern noch für etwas Verwirrung, aber in der Turnhalle angekommen, nahmen wir unseren „Fensterplatz“ ein und schlugen unser Nachtlager für das bevorstehende Wochenende auf. Für „Vechtas kleine Farm“ verwandelten wir uns in 101 Dalmatiner und machten uns auf den Weg zur Party auf der Reitanlage. Dort stolzierten schon die Bielefelder mit ihren abgehackten Straußenbeinen und Federkleid herum, für das Vechtaer Frank höchstwahrscheinlich noch kurz vorher einer Straußendame seine Axtwurftechnik vorgeführt hat. Alles in allem war es ein feucht-fröhlicher Abend, zumal die Erfahrung gemacht wurde, dass man Korn auch pur trinken kann (möchte man aber nicht!) [Ich weiß, nur die Harten kommen innen Garten – aber ich mag doch auch Zimmerpflanzen :/ ].

Am nächsten Morgen ging es dementsprechend einem Teammitglied nicht allzu gut, was sich allerdings erstaunlicherweise nicht negativ auf die reiterliche Leistung auswirkte. Die A Dressur konnte mit einer ordentlichen Mannschaftsnote abgeschlossen werden und Gereon schaffte es noch in die erste L Runde. Das Pferd dort, frei übersetzt „Himmelspforte“ genannt, mochte nur mit Samthandschuhen angefasst werden und Reiter und Pferd sorgten für Erheiterung des Publikums (sowie das Video dann später bei Facebook). Das schien auch den Richtern zu gefallen und es ging weiter mit der L Kandare. Dort musste er sich allerdings der Hamburger Konkurrenz geschlagen geben und der Rest des Paderborner Teams schien froh, endlich in die Turnhalle zu dürfen.

Nach dem opulenten Abendessen ging es zurück in die Turnhalle, um sich für die Party fertig zu machen. Die Anreise war recht unkompliziert, musste man doch nur ein Mal um die Turnhalle herumlaufen und war schon mitten auf der Party. Die Party war voll, die Leute auch und die Stimmung war super.

Am nächsten Morgen hieß es wieder alle Sachen ins Auto stopfen und auf das große Springen vorbereiten. Für Gereon war es wahrlich groß, er durfte als Dritter auf dem Haflinger durch den Parcours. Aber der Kleine gab alles, nur die Hamburger Konkurrenz vom Vortag stieß wieder zu und katapultierte die beiden mit geringer Differenz raus. Wiebke musste sich einem hannoveranerschen Springreiter geschlagen geben. Besser lief es für Mimi, die trotz Abwurf eine Runde weiterkam. Auch im L Springen legte Mimi eine tolle Runde hin, würden Pferde wenn sie Spaß haben lächeln, hätte das Pferd auf einem Foto ein breites Grinsen gehabt ;). So kam sie ins Halbfinale, musste sich aber dort knapp dem späteren Finalsieger Marcel Neugebauer aus Korea 😉 geschlagen geben. Nach den spannenden Finals, bei denen die Reiter noch mal alles gegeben haben, folgte die Siegerehrung. Mimi und Gereon hatten sich das Wochenende über jeweils auf den dritten Platz geritten, zusätzlich in der Kombi noch auf Rang 11 und Rang 7 und die Mannschaft schloss mit einem sehr zufriedenstellenden fünften Rang das CHU Vechta ab.

 

Mimi, Wiebke und Gereon