CHU Vechta 2012

Am Freitagabend ging es für uns (Krissi, Ina und Gereon) schon recht früh los, da Gereon das Wochenende über für Musik auf den Partys sorgen sollte und noch die Musikanlage aufbauen musste. So konnten wir uns in dem Seminarrau, der uns auf diesem CHU als Schlafstätte dienen sollte, die besten Plätze sichern. Nach und nach trudelten auch die restlichen Reitgruppen ein und es wurde wie üblich in großer Runde vorgetrunken (teilweise sogar aus Eimern 😉 ). Auf der Reitanlage ging dann die Party richtig los und auch wenn wir nicht die meisten waren, feierten wir ausgelassen und ausgiebig eine sprichwörtlich heiße Party. Philipp aus Osna stürzte buchstäblich ab (von der Theke) und verbrachte die Nacht im Krankenhaus. Um fünf Uhr war immer noch ca. die Hälfte der Reiter anwesend und diese mussten sich anschließend in der Turnhalle aufgrund der Uhrzeit keine Sorgen über zu wenig Licht machen.

Nach dem Frühstück auf der Reitanlage ging es dann auch gleich zügig mit der Dressur los. Paderborn erwischte die letzte Pferdegruppe in der ersten A Hälfte und konnte sich zunächst die Ritte der anderen Reitgruppe anschauen. Dabei zeigte sich die Wirkung der Medikamente beim Kommandogeber Philipp, der zwischenzeitlich spontan seine eigenen Dressurkreationen präsentierte. Die eigene Runde gelang recht ordentlich und so bekamen wir eine sehr gute Mannschaftsnote und Krissi und Gereon durften noch mal antreten. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann über in die L Dressur. Die von den Richtern sehr knapp gehaltene Abreitezeit sorgte dafür, dass Vechta es sogar schaffte, vor den Zeitplan zu gelangen, verlangte den Reitern aber auch ihr ganzes Können ab, da die L Dressur oftmals ohne vorheriges Galoppieren begonnen werden musste. Krissi passte sich dem Tempo an und legte mit ihrem Pferd eine Bestzeit beim Durchreiten der Aufgabe ab, was dann aber selbst den Richtern zu schnell ging und sie gegen die anderen ausschied. Gereon konnte sich aber auf seinem Pony gegen seine Mitstreiter behaupten und zog ins Halbfinale ein, kräftig unterstützt von seinen beiden Mannschaftskolleginnen, die sich zusätzlich Unterstützung von Halle besorgt hatten. Im Halbfinale hieß es dann zittern, da die Noten erst am Ende bekannt gegeben wurden. Schließlich konnte er sich jedoch gegen die Bielefelder Allzeit-Absahner durchsetzen und zog ins Dressurfinale ein (Jawoll! 🙂 ). Die Vechtaer hatten dafür sogar ein betagteres, aber topfites Inter 1 Pferd organisiert. Caro aus Süddeutschland legte mit einer guten Runde und einem Dauerlächeln sehr gut vor. Nach dem Finalknutschen musste Gereon nachlegen. Die Runde an sich gelang sehr gut, jedoch leistete sich das Paar Fehler bei den Wechseln und so mussten wir dann bis zur Siegerehrung am nächsten Tag auf das Ergebnis warten. Vorher stand aber noch ein Rahmenprogramm auf dem Plan, welches sehr gutes Trinkvermögen der Teilnehmer voraussetzte. Im Anschluss daran gab es auch schon die gute Grundlage für den späteren Abend, bevor es dann zu einem kleinen Verdauungsnickerchen zurück in die Turnhalle ging. Dort trafen auch noch einige andere Studentenreiter ein, manche zogen indes los, um noch das Pokalfinale anzuschauen, bei dem Dortmund die Bayern platt machte. Währenddessen wurden in der Turnhalle die Gläser ordentlich gehoben und alsbald ging es auf die Party, auf der Gereon schon seine eigene kleine Party veranstaltete. Der Survival Cup und Baggerpreis waren wie am Abend zuvor hart umkämpft und dies sorgte für eine eskalative Party. Bielefeld gab wie am Abend zuvor Vollgas, Halle war mit großer Begleitung da, nur Münster litt unter dem vorangegangenen Abend. Ein Hannoveraner Küken (Studiengang: katholische Religion) hatte es sich zur „Ehrenaufgabe“ erklärt, den Baggerpreis zu holen und gab dafür auch richtig Gas. Es soll zwar noch ein Vergnügen eines anderen Paares auf dem Parkplatz gegeben haben – aber nichts Genaues weiß man ja bekanntlich nicht 😉 Gegen vier Uhr kamen dann die Studentenreiter wieder aus ihren Schlaf- und Knutschecken und es war schlagartig wieder voll auf der Party. Die Ausdauer der restlichen war enorm, erst gegen zwanzig vor sechs, mittlerweile taghell draußen, hatte der DJ genug und erklärte die Party für beendet.

Nach einem Nickerchen in der Turnhalle, von Schlaf konnte man nicht unbedingt sprechen, hieß es dann bereit machen für das Springen. Gereon versuchte es mit einem Knatter-Pony, musste aber feststellen, dass der Kommentar „Zinken rein“ von der Besitzerin trotz rasantem Tempo durchaus ernst gemeint war. Bei Sprung 4 war dann Schluss, der folgende Reiter schied einen vorher aus, nur die letzte Reiterin schaffte es mit 2 Stehern knapp durchs Ziel. Ina bekam nach einer traumschönen Runde eine 8,0, die dritte Reiterin ritt ebenfalls sehr schön und wurde dann leider von ihrer Mannschaft „weitergequatscht“. Krissi konnte sich mit einer souveränen Runde für das nächste Springen qualifizieren und erreichte dort ihr Ziel: Nicht weiterkommen 😛

Im Springfinale landeten dann Martin Griesen und Johannes aus Süddeutschland, welcher sich auch letztendlich an die Spitze setzte.

Bei der Siegerehrung landete unsere Mannschaft auf dem 7. Platz, Krissi sicherte sich den 10. Platz in der Dressur, den 11. im Springen und den 9. in der Kombi. Gereon durfte sich über den 2. Platz in der Dressur freuen.

 

Wir danken der Reitgruppe Vechta für dieses eskalative Saisonfinale mit einem Ooooooooooooohhhhhhhhh Vechta! 🙂

 

Krissi, Ina S. und Gereon