Quali Hannover 2011

Nach langer CHU-Abstinenz startete unsere Saison gleich mit der Qualifikation in Hannover. Also packten wir am Freitagabend unsere sieben Sachen (vielleicht auch ein bisschen mehr) und machten uns auf den Weg Richtung Norden zur zum Glück für uns nicht allzu weit entfernten Qualifikation. Dieses Mal konnten wir uns sogar noch über ein Auto voller Schlabus für das ganze Wochenende freuen. Nachdem die Lumas mit Stacheldraht und Selbstschussanlagen vor unbefugtem Betreten gesichert waren, ging es dann auch irgendwann zur Party und gleichzeitig Meldestelle, an der man uns für unser 10-minütiges verspäten gleich 70 € abknöpfen wollte. Nach geschickter Verhandlung konnten wir den Zahltermin zunächst aufschieben und mussten auf den Schock erst mal etwas Hochprozentiges trinken. Zusammen mit unserem 4-köpfigen Schlabuteam feierten wir dann bis tieeef in die Nacht, denn zum Glück brauchten wir erst um 9 Uhr aufstehen und konnten so noch zu wenigstens etwas Schlaf gelangen.

 

Nachdem das opulente Frühstück in der Turnhalle wieder zu neuen Kräften geführt hatte, ging es (in Hannover ja im wahrsten Sinne des Wortes) bei herrlichstem Wetter zur Reitanlage. Dort begutachteten wir auch gleich unsere Pferdewahl, hatten jedoch genug Zeit, uns auf die Pferde einzustellen, da wir erst als letzte ins Viereck mussten. Nachdem wir dann auf dem Abreiteplatz von Coach Thiemo ordentlich zusammengestaucht worden waren, absolvierten wir unsere Prüfung recht gut und nach einiger Besprechungszeit hatten sich die Richter auch darauf geeinigt, Jill und Mimi weiterkommen zu lassen. Also ging es schnell zum Mittagessen und wieder zurück auf’s Pferd. Aber in der L Runde hieß es dann auch, trotz ordentlicher Runde, das Aus für die beiden und wir machten es uns am Dressurplatz gemütlich und genossen die Sonne. Nach dem Finale gab es dann noch ein von Sebastian und Jörg organisiertes, kleines Rahmenprogramm, bei dem man in 2er oder 3er Teams erst auf einer Sackkarre einen Slalomkurs absolvieren musste, dann einen halben Liter Bier exen, anschließend einen Apfel ohne Zuhilfenahme der Hände gemeinsam über einige Hindernisse tragen und zu Guter letzt zu zweit nur mit dem Mund noch eine Hariboschlange verschlingen musste. Mimi und Gereon traten dabei gegen eine Reihe anderer Teams an, konnten sich aber nicht unter den Top 3 platzieren und mussten sich mit einem Trostbier zufrieden geben, zu welchem sich dann, dank Freibieraktion, noch das ein oder andere hinzugesellte.

Abends gab es dann erst mal ordentlich Zwiebelkuchen als Grundlage für die anstehende zweite Party des Turniers und netterweise wurde dazu auch das ein oder andere Glas Federweißer gereicht, sodass die Stimmung schon einen guten Punkt erreichte. Dann spendierte die Paderborner Reitgruppe noch ein 5 Liter Fässchen meisterhaftes Detmolder Bier, um anschließend die Party unsicher zu machen und dort ordentlich Stimmung zu verbreiten. Erst als die Musik aus war, ließen wir uns überreden, den Heimweg in die Turnhalle anzutreten und eben dort noch die Unterhaltung fortzusetzen.

 

Am nächsten Morgen, auch hier hatten wir wieder die Möglichkeit „auszuschlafen“, gab es dann Breakfast-to-go und dank unserer Losfee Jill hatten wir genügend Zeit, unsere Körpersysteme allmählich hochzufahren. Beim Vorstellen der Pferde mussten wir allerdings feststellen, dass eins der Pferdchen aufgrund der Tags zuvor mitgelaufenen Jagd heute nicht den Drang hatte, noch mal über Hindernisse zu steigen. Da die Hoffnung von Gereon auf ein heißes Pferd in der Gruppe nicht erfüllt wurde, nahm er sich dann dieses Pferdchens an, während Jill und Mimi dann den Schimmel und das Schulpferd unter sich aufteilten. Dies war dann auch definitiv die bessere Kombination, denn beide kamen eine Runde weiter, während Gereon zwar das Pferd über alle Sprünge drüberdrücken konnte, jedoch die ein oder andere Stange der Schwerkraft zum Opfer fiel und er sich so Johanna Dörner aus Münster mit einiger Differenz geschlagen geben musste. Um nicht gänzlich unnütz herumzustehen, dachte sich Gereon dann, den Parcoursdienst zu übernehmen und hatte auch gleich das Glück sich die Prüfung auszusuchen, bei der fast jedes Pferd ein bis zwei Fehler machte. So musste auch Mimi Abzüge in Kauf nehmen und schied knapp aus, wie auch Jill, die nicht weiterkommen konnte (wollte!) 😉

Im Springfinale setzte sich dann Johanna aus Münster durch und nach dem Abbau des Parcours ging es dann zur heiß erwarteten Siegerehrung über. Nachdem die Einzelreiter alle platziert worden waren und sich Jill und Mimi schon als Schleifenponys erwiesen hatten, blieb die Frage offen, ob es trotz der höheren Differenz für eine DHM Qualifikation gereicht hatte. Die Spannung stieg nahezu ins Unermessliche, bis endlich der fünfte Platz verkündet wurde und bis dahin Paderborn noch nicht genannt worden war. Das hieß wir waren unter den ersten vier und konnten uns schon über einen Startplatz auf der DHM freuen. Noch größer wurde unsere Freude, als wir hörten, dass wir sogar den 2. Platz mit der Mannschaft belegt hatten!! Nur der Survivalcup ging uns, offiziell nun als Partyborn anerkannt, knapp durch die Finger – aber das Hauptziel war erreicht und so verabschiedeten wir uns glücklich von allen und machten uns auf den Heimweg, um die frohe Botschaft nach Paderborn zu tragen!

 

Dimitra, Jill und Gereon